Die historische St. Johannisorgel in der evangelischen St. Johanniskirche Aufkirchen zählt zu den bedeutenden historischen Orgelinstrumenten Süddeutschlands. Ihre Geschichte reicht bis in das Jahr 1663 zurück. Nach einer umfassenden und denkmalgerechten Restaurierung durch die renommierte Orgelbauwerkstatt Ahrend aus Leer erstrahlt sie heute in neuer Schönheit und begeistert mit ihrer wiedergewonnenen Klangvielfalt. Mit ihrem prachtvollen frühbarocken Gehäuse, wertvollen historischen Pfeifen und ihrer charakteristischen mitteltönigen Stimmung eröffnet die Orgel einen faszinierenden Zugang zur Musik vergangener Jahrhunderte. Wir laden Sie herzlich ein, dieses außergewöhnliche Instrument kennenzulernen, seine Geschichte zu entdecken und seinen Klang bei Gottesdiensten und Konzerten zu erleben.

Eine Orgel. Vier Jahrhunderte Geschichte

1663 für das Dominikanerkloster in Eichstätt erbaut, fand die Orgel 1816 ihre neue Heimat in Aufkirchen. Sie überstand Jahrhunderte voller Veränderungen, Umbauten und geschichtlicher Umbrüche. Heute verbindet sie wertvolle historische Substanz mit höchster handwerklicher Qualität und einer klanglichen Konzeption, die sich an der Musizierpraxis der frühen Barockzeit orientiert.

Die Restaurierung ist vollendet

Nach jahrzehntelangem Engagement, intensiver Forschung, sorgfältiger Planung und aufwendigen Restaurierungsarbeiten ist ein außergewöhnliches Gemeinschaftswerk gelungen. Mit großer Präzision, historischem Sachverstand und spürbarer Liebe zum Detail haben die Orgelbauer der Werkstatt Ahrend diesem Instrument seine Stimme zurückgegeben. Die Orgel ist wieder das, was sie sein soll: ein lebendiges Instrument für Gottesdienst, Musik und Begegnung.

Die Restaurierung ist vollendetMusik erleben – Konzerte in Aufkirchen

Die St. Johannisorgel soll nicht nur bewundert, sondern vor allem gehört werden. Renommierte Organistinnen und Organisten, spannende musikalische Begegnungen und besondere Konzertprogramme machen die St. Johanniskirche zu einem Ort lebendiger Orgelkultur. Mit der Konzertreihe „Klang jener Zeit“ laden wir Sie ein, die faszinierende Klangwelt der historischen Orgel immer wieder neu zu entdecken.

Gemeinsam Großes bewahren

Die Restaurierung wäre ohne das außergewöhnliche Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen. Kirchengemeinde, Förderverein, Spenderinnen und Spender, Stiftungen, öffentliche Förderer und zahlreiche ehrenamtliche Helfer haben gemeinsam dazu beigetragen, dieses einmalige Kulturgut für kommende Generationen zu erhalten. Dafür sind wir von Herzen dankbar.

Ein außergewöhnliches Instrument

Historische Substanz – wiedergewonnener Klang

Die St. Johannisorgel in Aufkirchen ist eine Kostbarkeit der süddeutschen Orgelgeschichte. Ihr Ursprung im 17. Jahrhundert, der hohe Anteil historischen Pfeifenmaterials und der kunstvoll gestaltete Prospekt machen sie zu einem Instrument von besonderem musikhistorischem Rang. Im Rahmen der Restaurierung wurden die überlieferten Bauteile sorgfältig untersucht, erhalten und in ein historisch begründetes Gesamtkonzept eingebunden. Entstanden ist ein Instrument, das die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten früherer Jahrhunderte wieder unmittelbar erlebbar macht.

Die mitteltönige Stimmung – ein besonderer Klang

Eine Besonderheit der restaurierten St. Johannisorgel ist ihre mitteltönige Stimmung.
Anders als bei den heute üblichen gleichstufig gestimmten Instrumenten besitzen bestimmte Tonarten einen besonders reinen und leuchtenden Charakter. Andere Tonarten entfalten dagegen eigene klangliche Spannungen.
Gerade die Musik der Renaissance und des Frühbarocks erhält dadurch eine Ausdruckskraft, die auf modernen Orgeln in dieser Form kaum zu erleben ist.
Die mitteltönige Stimmung ist deshalb weit mehr als eine technische Besonderheit: Sie gehört entscheidend zur musikalischen Identität unserer Orgel.

Der historische Prospekt – Kunst, Glaube und Geschichte

Schon der erste Blick auf die Orgel lässt ihre außergewöhnliche Bedeutung erkennen.
Der prachtvolle frühbarocke Prospekt verbindet kunstvoll geschnitztes Knorpelwerk, reiche Vergoldungen und historische Farbigkeit zu einem eindrucksvollen Gesamtkunstwerk. Eine besondere Stellung nimmt das Wappen des Eichstätter Fürstbischofs Marquard II. Schenk von Castell ein, das an die Entstehungsgeschichte des Instruments erinnert. Bei der Restaurierung wurden fehlende Schmuckelemente nach historischen Vorlagen ergänzt, Farbfassungen wiederhergestellt und zahlreiche Details mit großer kunsthandwerklicher Sorgfalt bearbeitet. So präsentiert sich das Orgelgehäuse heute wieder in einer Schönheit, die seine historische Bedeutung eindrucksvoll sichtbar macht.

Historische Pfeifen – Stimmen aus vergangenen Jahrhunderten

Zum besonderen Wert der St. Johannisorgel zählt ihr bedeutender Bestand historischer Pfeifen. Sie stammen aus unterschiedlichen Epochen der Orgelgeschichte und dokumentieren eindrucksvoll, wie das Instrument über Jahrhunderte gewachsen ist und sich verändert hat. Bei der Restaurierung ging es deshalb nicht darum, möglichst viel neu zu bauen, sondern vorhandenes historisches Material zu bewahren, zu untersuchen und klanglich wieder zur Geltung zu bringen.
Heute vereint die Orgel alte Pfeifen mit sorgfältig rekonstruierten technischen und klanglichen Elementen zu einem faszinierenden musikalischen Ganzen.

Vergangenheit – Gegenwart – zukunft

Die St. Johannisorgel in Aufkirchen –
Ein lebendiges Denkmal der Musikgeschichte

Eine Orgel auf ihrer Reise durch die Jahrhunderte
Die Geschichte unserer Orgel beginnt im Jahr 1663. Ursprünglich für das Dominikanerkloster in Eichstätt geschaffen, ist sie eng mit der Kirchen-, Kunst- und Musikgeschichte Süddeutschlands verbunden.

Nach der Säkularisation und der Auflösung des Klosters gelangte das Instrument nach Aufkirchen. 1816 fand es in der St. Johanniskirche seine neue Heimat. Seitdem begleitet die Orgel das kirchliche Leben der Gemeinde. Im Verlauf ihrer Geschichte wurde sie mehrfach verändert, erweitert und technisch umgebaut. Nicht alle Veränderungen erwiesen sich als glücklich. Besonders Eingriffe des 20. Jahrhunderts beeinträchtigten ihre ursprüngliche Konstruktion und Klanglichkeit erheblich. Dennoch blieb ein außergewöhnlicher Schatz erhalten: ein bedeutender Bestand wertvoller historischer Bauteile, die heute wieder den Kern eines klingenden Instruments bilden.

Die wichtigsten Stationen

1663: Entstehung der Orgel für das Dominikanerkloster in Eichstätt.
1816: Aufstellung der Orgel in der St. Johanniskirche Aufkirchen.
1832: Veränderungen und Anpassungen am Instrument durch den Orgelbauer Bouthillier.
1968: Weitreichender technischer Umbau mit problematischen Folgen für das historische Instrument.
2019: Abschluss des Orgelbauvertrags zur grundlegenden Restaurierung.
2025: Intensive Restaurierungsarbeiten in der Werkstatt Ahrend.
2026: Rückkehr der Orgel nach Aufkirchen, Aufbau, Intonation und feierliche Einweihung.

Ein Stück Heimatgeschichte

Für die Menschen in Aufkirchen ist die Orgel weit mehr als ein wertvolles Denkmal.
Generationen haben ihren Klang bei Gottesdiensten, Festen, Taufen, Trauungen und Trauerfeiern erlebt. Sie gehört zur Geschichte unserer Kirche und unserer Gemeinde – und damit zu einem gemeinsamen kulturellen und geistlichen Erbe.

Mit der Restaurierung ist dieses Erbe nicht nur bewahrt worden. Es hat eine neue Zukunft erhalten.

Restaurierung

Ein historisches Instrument erwacht zu neuem Leben
Handwerkliche Meisterleistung, wissenschaftliche Forschung und großes Engagement

Die Restaurierung der St. Johannisorgel war ein außergewöhnlich anspruchsvolles Vorhaben.
Über viele Jahre beschäftigten sich die Kirchengemeinde, Orgelsachverständige, Denkmalpfleger, Restauratoren und Orgelbauer mit der Frage, wie diesem einmaligen Instrument seine historische Identität und seine klangliche Ausdruckskraft zurückgegeben werden könnten. Dabei ging es um weit mehr als eine technische Instandsetzung. Das Ziel war, die historisch wertvolle Substanz zu erhalten und auf Grundlage intensiver Untersuchungen ein in sich schlüssiges, musikalisch überzeugendes Instrument zu schaffen.

Orgelbau Ahrend – Präzision und Leidenschaft

Mit der traditionsreichen Orgelbauwerkstatt Ahrend aus Leer konnte ein herausragender Partner für dieses anspruchsvolle Projekt gewonnen werden.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstatt haben mit außergewöhnlicher handwerklicher Präzision, hoher Sachkenntnis und großer Hingabe gearbeitet.
Jedes Detail – von der Mechanik über die Windversorgung bis zur klanglichen Abstimmung der einzelnen Pfeifen – wurde mit großer Sorgfalt behandelt.
In diesem Projekt verbinden sich historisches Wissen, meisterliches Handwerk und eine tiefe Liebe zur Musik.

Restaurierung des Orgelgehäuses

Auch das historische Gehäuse wurde aufwendig restauriert.
Besonders die Wiederherstellung der Farbigkeit, die Vergoldungen und die Ergänzung fehlender Schmuckelemente verlangten großes restauratorisches Können.
Eine besondere Herausforderung bildeten die heraldischen Einzelheiten des Fürstbischofswappens, die nach historischen Vorlagen wieder ergänzt wurden.
Das Ergebnis ist ein eindrucksvolles Zeugnis frühbarocker Kunst und handwerklicher Meisterschaft.

Die Orgel kehrt zurück

Im Juni 2026 wurde die restaurierte Orgel in der St. Johanniskirche wieder aufgebaut.
Im Anschluss folgten die sorgfältige klangliche Ausarbeitung und die abschließende Intonation.
Dabei erhielt jede Pfeife ihre individuelle klangliche Gestaltung und wurde zugleich auf das gesamte Instrument abgestimmt.
Mit der feierlichen Einweihung fand ein jahrzehntelanges Vorhaben seinen festlichen Abschluss.
Aus einem gefährdeten Denkmal ist wieder ein lebendiges musikalisches Kunstwerk geworden.

Konzertreihe „Klang jener Zeit“

Die historische St. Johannisorgel im Konzert erleben
Die restaurierte St. Johannisorgel eröffnet eine faszinierende musikalische Welt.
Ihre besondere Klanglichkeit, ihre mitteltönige Stimmung und die historischen Pfeifen machen sie zu einem idealen Instrument für die Musik der Renaissance und des Frühbarocks.
Mit der Konzertreihe „Klang jener Zeit“ möchten wir diese außergewöhnlichen musikalischen Möglichkeiten einem breiten Publikum erschließen.
Renommierte Organistinnen und Organisten, herausragende Interpretinnen und Interpreten sowie besondere musikalische Besetzungen werden in Aufkirchen zu Gast sein.
Dabei geht es uns nicht allein um musikalische Virtuosität, sondern vor allem um die Begegnung mit einer Klangwelt, die Jahrhunderte überdauert hat und uns heute noch immer unmittelbar berühren kann.
Wir laden Musikliebhaber, Orgelfreunde und neugierige Besucher herzlich ein, die St. Johanniskirche als besonderen Konzertort zu entdecken.

Konzertreihe 2027 – Klang dieser Zeit

Sechs Konzerte, faszinierende Künstlerpersönlichkeiten und eine außergewöhnliche historische Orgel.
Erleben Sie Musik in ihrer ursprünglichen Klangsprache – lebendig, authentisch und voller Ausdruckskraft.
Alle Konzerte beginnen um 18.00 Uhr.
Die einzelnen Konzerttermine, Künstlerporträts und Informationen zum Besuch finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

Spenden

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Die Bankverbindung für Spenden lautet
VR-Bank im südlichen Franken
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Aufkirchen
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Sparkasse Ansbach
IBAN: DE08 7655 0000 0008 0226 34
BIC BYLADEM1ANS

Besuch und Kontakt
Erleben Sie die St. Johannisorgel vor Ort

Ein besonderer Klang in einem besonderen Kirchenraum
Die evangelische St. Johanniskirche in Aufkirchen ist die Heimat unserer restaurierten historischen Orgel. Hier verbindet sich jahrhundertealte Kirchen- und Kunstgeschichte mit einem außergewöhnlichen musikalischen Erlebnis.
Besonders bei Gottesdiensten, Orgelkonzerten und Orgelführungen lässt sich die besondere Atmosphäre dieses Ortes entdecken.
Wir freuen uns über Ihren Besuch in Aufkirchen.

Kontakt:
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Aufkirchen

St. Johanniskirche Aufkirchen
91726 Gerolfingen – Ortsteil Aufkirchen

Bei Fragen zur Orgel, zu Konzerten, Führungen oder Unterstützungsmöglichkeiten wenden Sie sich gerne an die Kirchengemeinde oder an den Orgelbeauftragten.

Rainer Schülein
Email: orgel@aufkirchen.org
Ehrenamtlicher Orgelbeauftragter der Kirchengemeinde Aufkirchen

Aus der Geschichte

Die Windanlage

Neuer Wind für unsere historische Orgel

Der Kirchenvorstand hat beschlossen, im Rahmen der laufenden Restaurierung zwei neue Froschmaulbälge nach historischem Vorbild in die Orgel einzubauen. Diese moderne Balganlage sorgt für eine gleichmäßige und stabile Windversorgung, die entscheidend für den charakteristischen Klang der Orgel ist. Außerdem ermöglicht das in die Anlage integrierte Schöpfwerk den zusätzlichen Handbetrieb – eine traditionelle Technik, die den Bezug zu den Wurzeln des Orgelbaus herstellt.
Mit diesem Beschluss setzen wir einen wichtigen Schritt, um die technische Funktionalität und klangliche Authentizität unseres Instruments langfristig zu sichern.

Die neue Windanlage entlastet zudem das Orgelgehäuse, erhöht die Zuverlässigkeit und erleichtert die künftige Wartung.
Die Entscheidung basiert auf gründlichen Untersuchungen und Empfehlungen von Fachleuten, die den Zustand unserer Orgel genau geprüft haben. Damit investieren wir in den Erhalt eines bedeutenden kulturellen Erbes, das seit über 350 Jahren Teil unserer Kirchengemeinde ist und weiterhin Generationen mit seinem Klang begleiten wird.

Die Windanlage

Die Windanlage als Herzstück – und künftige Zukunftssicherung
Im Zentrum aller klanglichen und technischen Überlegungen steht die Frage nach der zukünftigen Balganlage – also jener Einrichtung, mit deren Hilfe der Orgelwind stetig und kontrolliert erzeugt wird. Hierbei mussten wichtige Entscheidungen getroffen werden. Zwar war zunächst überlegt worden, den vorhandenen alten Balg als Not- bzw. Provisorium beizubehalten. Doch bei gründlicher Begutachtung zeigte sich, dass dieser alte Balg keineswegs dauerhaft und zuverlässig zur Versorgung der restaurierten Orgel geeignet ist und ursprünglich im Zusammenhang mit einer anderen technischen Lösung (den sogenannten Ladenbälgen) konzipiert war.

Zwei Froschmaulbälge

Um den dauerhaften Betrieb, beste Klangqualität und historische Authentizität zu gewährleisten, hat sich die Kirchengemeinde – nach Beratungen und eingehender Abwägung aller Optionen – entschieden, zunächst einen hochwertigen neuen Keilbalg in einem soliden Holzgestell zu errichten. Diese Lösung sichert die Windanlage für Jahrzehnte und ermöglicht zugleich eine spätere Nachrüstung: Das Gestell wird so gestaltet, dass bei Bedarf leicht ein zweiter Balg ergänzt werden kann – ein Schritt, der sowohl der Flexibilität als auch den denkmalschützerischen Anforderungen Rechnung trägt.

Ein besonderer Vorteil ist zudem, dass dieses neue Gestell dem gesamten, statisch nicht übermäßig belastbaren Orgelgehäuse zusätzliche Stabilität verleiht. Für künftige Wartungsarbeiten wird zudem auf dem Gestell ein Laufboden eingerichtet, um die Pflege und Kontrolle der Orgel zu erleichtern.werden.
Ein besonderer Vorteil ist zudem, dass dieses neue Gestell dem gesamten, statisch nicht übermäßig belastbaren Orgelgehäuse zusätzliche Stabilität verleiht. Für künftige Wartungsarbeiten wird zudem auf dem Gestell ein Laufboden eingerichtet, um die Pflege und Kontrolle der Orgel zu erleichtern.werden.

Baugeschichte und Bedeutung

Spannende Entdeckungen und neue Perspektiven – Die Restaurierung der historischen Orgel in St. Johannes der Täufer, Aufkirchen


Wohl keine zweite in unserer Region bewahrt ein solch geschichts- und klangreiches Zeugnis evangelischer Kirchenmusik wie die Orgel in unserer Aufkirchener St. Johanniskirche. Seit über 350 Jahren begleitet sie Gottesdienste, Feste – und steht dank ihrer bewegten Geschichte nun im Mittelpunkt einer sorgfältigen Restaurierung, die manches überlieferte Bild in neuem Licht erscheinen lässt. In den vergangenen Monaten konnten durch intensive Recherchen und Untersuchungen zahlreiche offene Detailfragen geklärt und bahnbrechende neue Erkenntnisse gewonnen werden. Diese Arbeit möchten wir Ihnen – so wie unser Instrument selbst – nicht vorenthalten.


Baugeschichte und Bedeutung der Orgel
Die Orgel von St. Johannis Aufkirchen zählt mit ihrer Werkgeschichte, ihren kunstvollen Gehäuseteilen und dem einmaligen Klang zu den bedeutendsten Zeugen historischer Orgelbaukunst im süddeutschen Raum. Der Ursprung reicht zurück bis ins Jahr 1663, als sie in einer Zeit tiefer kirchlicher und kultureller Erneuerung für das Dominikanerkloster in Eichstätt gebaut wurde. Ihr Prospekt, die kunstvoll gestaltete Front, und wesentliche Bauteile blieben über die Jahrhunderte – allen Veränderungen und historischen Umbrüchen zum Trotz – weitgehend in ursprünglichem Zustand erhalten.


Originalsubstanz bestätigt – Ein erfreuliches Untersuchungsergebnis
Ein besonderer Moment war die akribische Untersuchung der Mittelturmkonstruktion und der seitlichen Zierelemente („Lisenen“ und „Schleierbretter“). Lange Zeit wurde vermutet, der Mittelturm sei im Zuge späterer Umbauten gekürzt worden. Doch die jüngsten Befunde sprechen eine überraschend erfreuliche Sprache: An den handwerklich kunstvoll gearbeiteten Zapfen, den Leimspuren der alten Rahmen und vor allem an den originalen Bemalungen im Inneren ließ sich eindeutig belegen, dass der Mittelturm tatsächlich bis heute nahezu unverändert geblieben ist.
Die ornamentalen Dreiecksabschlüsse, die sogenannten „Schleierbretter“, wurden zwar bei einem Umbau im Jahr 1843 gekürzt, doch alle Anhaltspunkte belegen deren genaue ursprüngliche Position und Gestaltung. Dies eröffnet uns die Möglichkeit, im Zuge der Restaurierung nicht nur den Zuschnitt des Gehäuses zu optimieren, sondern auch die optische Einheit zu rekonstruieren, ohne die historische Substanz zu beeinträchtigen.


Spuren, Geschichten, Details – ein Puzzlestück der fränkischen Orgelbaukunst
Neben den kunsthandwerklichen und statischen Fragen entwickelten sich die laufenden Untersuchungen auch zu einer spannenden Spurensuche durch die Geschichte der Orgel. Unter der Leitung von Fachleuten – unterstützt durch Hinweise von Prof. Pöhlmann, der die begleitende Festschrift vorbereitet – konnten zahlreiche bislang unbeantwortete Fragen aufgedeckt werden.
Beispielsweise zeigt sich nach Auswertung alter Quellen (z. B. der Erwähnungen einer „Zusatzlade für den Principalbaß“ und verschiedenster Umbauprotokolle), dass das sogenannte Positiv (ein kleineres, klangvolles Teilwerk der Orgel) historisch stets als hinterständiges Werk konzipiert war. Es befand sich niemals über, sondern immer hinter dem Hauptgehäuse, zumal sich an den betreffenden Gehäuseteilen keinerlei Spuren von Auflagerungen oder Befestigungslöchern finden. Diese Erkenntnisse wurden durch Aussagen aus Archivalien, etwa die gezielte Erwähnung von Rückwänden, Türen und eigenständigen Bedachungen für das Positiv, überzeugend bestätigt.
Selbst die Form und Funktion einzelner Windladen – sozusagen die „Herzstücke“, die jedem Ton die richtige Luft zuweisen – konnten aufgedeckt werden. So ergaben intensive Vergleiche und Inspektionen, dass die vorhandene historische Oberwerkslade sehr wahrscheinlich aus einem anderen Instrument stammt und ihre Bauweise eigenwillige Besonderheiten wie eine breite Blindkanzelle (offenbar zur Kanaleinspeisung) zeigt. Solche kleinen Details erlauben Fachleuten Rückschlüsse auf Spielweise und Klangentfaltung der Orgel in früheren Zeiten.

Urheberrecht:
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Kirchenkonzert von Bürgermeisterchor und den Dinkelsbühler Blechbläsern
Sonntag 26.10.25 in der
St. Johanniskirche Aufkirchen

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